aus dem Weser Kurier vom 19.05.2015

Danke an Hr Tönnishoff für den tollen Artikel!!!
Quelle: Weser Kurier 19.05.2015

 

Am 4. Juli finden in Groß Mackenstedt erstmals Highlandgames statt / Weitere Teilnehmer können sich anmelden

Speere werfen und Hammer schleudern

Markus Tönnishoff 19.05.2015 0 Kommentare
Marco Jaß (vorne) und Heiko Matz organisieren die Highlandgames © TÖNNISHOFF

Marco Jaß (vorne) und Heiko Matz üben sich schon mal im Speer- und Hammerwurf. Klar, dass die beiden Schottlandfans dabei nicht auf den landestypischen Kilt verzichten wollen. (TÖNNISHOFF)

„Es gibt bei den Highlandgames keine komplizierten Regeln“, erklärt Matz. „Und jeder kann mitmachen“, fügt er hinzu. Mitbringen sollten die Teilnehmer ein wenig Kraft und Geschicklichkeit, um in den verschiedenen Disziplinen bestehen zu können. Wie muss man sich zum Beispiel das Baumstammwerfen vorstellen? „Der Stamm, der rund 3,40 Meter lang und 20 Kilogramm schwer ist, muss sich einmal überschlagen und dann gerade zum Liegen kommen“, sagt Matz. Mehr Genauigkeit müssen die Teilnehmer beim Speerwerfen an den Tag legen. „Es geht nicht um Weitwurf, sondern es gibt drei Zielringe. Wer den mittleren trifft, hat gewonnen“, so Matz.

Doch nicht nur Speere und Baumstämme werden durch die Luft fliegen, auch Steine. „Ein sieben Kilo schwerer Stein muss mit einer Hand geworfen werden, beim größeren 20 Kilo schweren Stein können beide Arme genutzt werden“, erklärt Matz. Beidarmig könne übrigens auch der Hammer geworfen werden, er bringe knapp zehn Kilo auf die Waage. „Beim Werfen kommt es nicht nur auf Kraft an, man muss die richtige Technik haben. Mit der richtigen Technik kann man mangelnde Kraft ausgleichen“, hat Matz herausgefunden. Der Hammer sei ein Eigenbau. „Ein Kollege hat ihn hergestellt“, so der 36-Jährige. Um gute Augen und eine ruhige Hand geht es dann noch beim Bogenschießen.

Schlussendlich steht im Weiteren eine Disziplin auf dem Ablaufplan, bei der wieder Kraft gefragt ist: ein Fass rollen. „In dem Fass werden 220 Liter Wasser sein. Es muss 20 Meter weit gerollt werden. Hierbei geht es um Geschwindigkeit“, erklärt Matz. Matz und Jaß wollen am Wettkampftag stilecht in ihren Kilts erscheinen. „Aber das ist keine Pflicht, niemand braucht sich nur für die Veranstaltung einen Kilt zu kaufen“, sagen beide unisono.

Highlandgames sind in Schottland bereits seit dem zehnten Jahrhundert verwurzelt, wie Jaß erzählt. „Hierbei haben sich die Clans getroffen. Die Disziplinen sind schottische Nationalsportarten“, führt der 44-Jährige weiter aus.

Bei den Highlandgames wird in Teams gespielt, ein Team besteht aus zwei Teilnehmern. 40 Teams können dabei sein, bis jetzt haben sich vier Teams angemeldet, wie Matz sagt. Wer noch mitmachen möchte, kann sich bei ihm unter der Nummer 0157 / 34 03 17 10 oder auf der Internetseite www.highlandgames-bremen.de anmelden. Die Teilnahmekosten für ein Team betragen zehn Euro. Einen Eindruck können sich Interessierte am Sonnabend, 6. Juni, verschaffen, dann findet nämlich ab 15.30 Uhr ein öffentliches Training auf dem Campingplatz (Zum Steller See 83) statt.

Neben den Wettkämpfen am 4. Juli soll es auch ein Rahmenprogramm für Familien geben – zum Beispiel Hüpfburg und Trampolin für die Kleinen sowie eine Whisky-Verköstigung und Livemusik mit dem Chor Sacred Harp für die Großen. „Es geht um Sport und Spaß, und es ist schön, draußen mit vielen Menschen einen verrückten Tag zu verbringen“, so Jaß. Der Eintritt kostet 2,50 Euro. Nun hoffen Matz und Jaß auf eine gelungen Premiere ihrer Spiele. Wenn alles gut klappt, sollen sie im nächsten Jahr wieder auf dem Campingplatz stattfinden. „In Bremen ist es schwer, eine geeignete Fläche zu finden. Ein Platz muss die Größe eines Fußballfeldes haben, damit auch der Sicherheitsabstand eingehalten werden kann“, erklärt Jaß.

Seine Begeisterung für Highlandgames entdeckte Matz vor etwa acht Jahren. „Ich habe geschaut, wo solche Spiele in Deutschland stattfinden“, erinnert er sich. Im Harz sei er fündig geworden, seitdem fahre er regelmäßig mit einer etwa 20-köpfigen Gruppe dorthin. Dann sei er auf die Idee gekommen, solche Spiele auch mal in Bremen zu veranstalten – nun finden sie eben in Stuhr statt.

Kilt tragen?

Wir werden oft angesprochen, ob es für die Teilnehmer an unseren Highland Games beim Märchencamping am 04.07. eine Kiltpflicht gibt.

Selbstverständlich freuen wir uns über jeden Gleichgesinnten der in Kilt erscheint.
Wir haben aber durchaus Verständnis, daß sich interessierte Teilnehmer nicht unbedingt einen Kilt kaufen wollen, um ihn womöglich nur einmal zu tragen.
Somit haben wir entschlossen auf eine Kiltpflicht zu verzichten.

kurz offline

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Im Zweifelsfall nochmal neu anmelden.

Bereits angemeldete Clans / Teams findet ihr hier.